People love Paper

Oberflächen fühlen, Papierherstellung riechen und den Prozess von der Faser bis zum Papierbogen sehen – die Begeisterung für das Analoge war den Teilnehmer*innen in den Gesichtern abzulesen.

Begegnung schaffen

Der rege Austausch stand an diesem Tag in Gmund am Tegernsee im Mittelpunkt, was in Zeiten von Homeoffice und Online-Meetings wieder mehr als gefragt ist. So nutzte Florian Kohler, Inhaber von Gmund Papers, in seiner Begrüßung auch gleich die Chance, auf die bevorstehende Konferenz Unfolded hinzuweisen (26. April 2026): Werden doch auch hier wieder Papierenthusiasten aufeinandertreffen, um Materialität zu erleben und zu feiern. Im Anschluss plädierte Maximilian Huber, Director Customer and Brand Experience, leidenschaftlich für mehr Emotionen in der Kommunikation. Diese wird bekanntlich durch die Ansprache aller Sinne erweckt, was ein intelligentes sowie sinnliches Zusammenspiel aus Grafik, Material und Druck erfordert. Mit erfolgreichen Beispielen aus dem hochpreisigen Immobiliensektor sowie der Hotellerie untermauerte er anschaulich das Credo »People love Paper«. Diese Branchen wissen längst um den Wert der haptischen Botschaft, statten Broschüren und Kundenmagazine entsprechend aus und generieren damit echte Kundenbindung.

Bis in die letzte Faser motiviert …

… machten sich die Gäste von Berberich schließlich an die Arbeit: Einmal das Sieb in den Faserbrei getunkt, gut gerüttelt, abgeklopft und vorsichtig abgelegt – schon hatten die Teilnehmer*innen ihr eigenes, handgeschöpftes Papier hergestellt. Ein reines, organisches Produkt braucht eben nicht viel mehr als Wasser und Fasern.

Beim anschließenden Rundgang durch die heiligen Hallen der Gmunder Papierproduktion wurden nicht nur Fragen fachkundig beantwortet, auch die alte Papiermaschine aus dem Jahr 1883 konnte im regulären Betrieb bestaunt werden. Ein Stopp im Papierlabor offenbarte wiederum, dass ein authentisches Corporate Paper keine Illusion bleiben muss: Mit diversen organischen Produktionsrückständen, wie den Schalen von Kakaobohnen oder aber Schilf, wird hier so lange experimentiert, bis ein drucktaugliches Material entsteht.
Diese vielfältigen Einblicke sorgten auch beim gemeinsamen Mittagessen im betriebseigenen Restaurant für reichlich Gesprächsstoff – für Berberich eine schöne Gelegenheit, sich wieder einmal mit Kreativen intensiv austauschen.

Ein Stoff, aus dem die Träume sind

Zum Abschluss wartete auf die Gäste noch die Präsentation der brandneuen Papiersorte Manteco®, die in Kooperation mit einem italienischen Stoffhersteller entwickelt wurde. Überschüssige Fasern, die beim Spinnen des Garns anfallen, werden hierbei ganz im Sinne des Zero-Waste-Prinzips verarbeitet. Das Ergebnis ist eine Papiersorte mit sinnlich-weicher Oberfläche, hohem Volumen sowie griffigen 320 g/qm, was vor allem satte Prägungen exzellent zur Geltung kommen lässt. Die ansprechende Farbpalette leitet sich wiederum aus den aktuellen Modetrends ab – molto elegante!

Mit einem Goodie-Bag in der Hand sowie viel Inspiration im Kopf ging es am späten Nachmittag wieder nach Hause an den Schreibtisch. Nicht ohne nochmals festzustellen, dass das echte Leben eben nicht am Bildschirm stattfindet …

 

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